Praxisspektrum

Allgemeine Augenheilkunde & Fehlsichtigkeiten

Augenarzt

Normalsichtigkeit, Kurzsichtigkeit,
Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit & Hornhautverkrümmung

Fehlsichtigkeiten Fehlsichtigkeiten werden auch als Sehfehler bezeichnet und sind Veränderungen des Auges in seiner Form. Diese Veränderung in der Form führt zu einer Veränderung in der Abbildung und somit zu unscharfem Sehen.
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Häufig gestellte Fragen | FAQs

Normalsichtigkeit (Emmetropie)

Im Idealfall ist das Auge genau so lang und die Hornhaut genauso gleichmäßig rund geformt, dass auf der Netzhaut des Auges ein scharfes Bild der Welt entsteht.
Dann benötigt man eine Brille höchstens zum Lesen im Erwachsenenalter.

Kurzsichtigkeit (Myopie)

„Kurzsichtig“ ist man, wenn man Dinge in der Nähe ohne Mühe und ohne Brille scharf sehen kann – dafür aber zum Fernsehen oder Autofahren eine Brille benötigt, um gut zu sehen.

Wie kommt Kurzsichtigkeit zustande?
Bei Kurzsichtigkeit ist der Augapfel zu lang im Verhältnis zur Brechkraft von Linse und Hornhaut.
Das ins Auge einfallende Licht wird dann nicht auf die Netzhaut gebündelt (fokussiert). Vielmehr entsteht das Bild im Auge vor der Netzhaut.
Kurzsichtigkeit ist aber nicht einfach nur ein Zustand, wo man eine Brille zum Autofahren braucht. Kurzsichtigkeit bedeutet auch ein erhöhtes Risiko für Glaukom, Makulaerkrankungen und Netzhautablösung. Kurzsichtige Augen bedürfen daher besonders sorgfältiger Vorsorgeuntersuchungen, auch schon im jungen Lebensalter.

Welche Untersuchungen können bei Kurzsichtigkeit besonders sinnvoll sein:

Kann man Kurzsichtigkeit verhindern?
Die Ursachen für die Entstehung von Kurzsichtigkeit sind nicht vollständig erforscht. Es gibt, insbesondere für sehr hohe Kurzsichtigkeit erbliche (genetische) Faktoren.
Studien haben ergeben, dass die Anwendung von Atropin in extrem niedriger Konzentration im Kleinkindalter die Entwicklung von Kurzsichtigkeit bremsen kann.
Möglicherweise spielt auch die intensive Nutzung von Bildschirmgeräten wie smartphone oder tablet eine Rolle bei der Entwicklung von Kurzsichtigkeit.

Myopie

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Weitsichtig ist man, wenn man nur mit Mühe oder überhaupt nicht Gegenstände in der Nähe ohne Brille gut sehen kann. Schon für den Blick in die Ferne muss eine weitsichtige Person die inneren Augenmuskeln anstrengen, die bei Normalsichtigkeit nur für die Fokussierung auf Dinge in der Nähe benötigt werden (Akkommodation).

Ein weitsichtiges Auge ist im Vergleich zum idealen Bauplan zu kurz geraten. Dann reicht die Brechkraft von Linse und Hornhaut nicht aus, um die einfallenden Lichtstrahlen auf die Netzhaut zu bündeln und das Ergebnis ist ein unscharfes Bild.

Weitsichtigkeit kann im Kindesalter zum Schielen durch die übermäßige Nah-Akkommodationserfordernis führen. Manchmal fallen Kinder auch dadurch auf, dass sie besonders wenig Interesse an Tätigkeiten im Nahbereich, wie Lesen, Schreiben, Malen etc. haben.
Leicht kann die Weitsichtigkeit auch unbemerkt bleiben, solange die Akkommodationsfähigkeit der Linse sehr gut ist. Im mittleren Lebensalter verliert die Linse die jugendliche Elastizität und kann daher durch die inneren Augenmuskeln nicht mehr so stark verformt werden, wie es nötig wäre.

Hyperopie

Stabsichtigkeit, Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Im Idealfall ist die Hornhautoberfläche gleichmäßig rund geformt. Das Bild von außen kommt dann ohne Verzerrung auf der Netzhaut an. Wenn die Hornhaut aber quer- oder hochoval gekrümmt ist, dann führt das zu Bildverzerrung, ähnlich wie im Spiegelkabinett auf dem Volksfest. Dort wird die Person durch astigmatische Spiegel länger oder breiter verformt.

Mit speziellen Intraokularlinsen, sog. Torischen IOL kann im Rahmen einer Katarakt-Operation der Astigmatismus ausgeglichen, also neutralisiert werden.

Astigmatismus